Es ist unglaublich, dass Yvonne und ich heute schon den letzten Beitrag zu unserem Countdown to Christmas veröffentlichen, wo ist die Zeit nur hin? Wie jedes Jahr rast sie im Stress an einem vorbei. Grund genug, jetzt endlich einen Gang runter zu schalten! Mich entspannt backen oder ein kleines kreatives Projekt ungemein, deshalb gibt es heute noch zwei schöne Rezepte, welche unter unserem letzen Motto „Weihnachtsbaum“ stehen.

Ein schöner Baum soll es schließlich zu Weihnachten sein, groß genug, schön grün und möglichst nicht zu pieksig wie ich finde, sonst macht das dekorieren nur halb so viel Spaß 😉  Und weil die Naturschönheiten normalerweise Tannenzapfen haben, die aber meistens nicht mehr an den Ästen hängen, habe ich mir überlegt, für euch essbare Zapfen zu machen. Die können zwar nicht an den Baum gehängt werden, aber sehen auf dem Tisch ganz süß aus…
Wer keine Angst vor einem Zuckerschock hat, kann sie sogar essen. Ich habe den Selbstversuch gewagt, aber selbst mir hat es die Backen zusammen gezogen vor lauter Süße, und das will was heißen! 😉 es ist also mehr ein Gag.

Leider sind sie auch nicht so gelungen wie bei meinem Vorbild, sind halt eben doch keine echten Zapfen 🙁 Die Shreddies ließen sich leider nicht auseinander brechen/schneiden, denn zum Schluss nach oben hin wären ein paar Dreiecke nicht schlecht gewesen..aber was solls, es läuft eben nicht immer alles perfekt 😉

essbarer_Tannenzapfen_edible_pinecone

 

Das Rezept klingt abenteuerlich, ist aber gar nicht schwer. Allerdings habe ich etwas gesucht, um die passenden Zutaten zu finden. Bei Edeka wurde ich schließlich fündig, und wie ihr die tollen Zapfen machen könnt (ca. 6 Stück), kommt jetzt:

1 EL Erdnussbutter
1 EL Nutella
2 TL weiche Butter
ca. 200 g Puderzucker
Nestlé Shreddies Choco

Die Erdnußbutter, Nutella und Butter zusammen mit einem Drittel des Puderzuckers mit einem Handrührbesen vermischen und nach und nach während dem rühren Puderzucker hinzufügen, bis ein homogener Teig entstanden ist (standfest). Daraus kleine Stücke konisch formen. Dann die Shreddies nach Belieben in die Masse stecken. Zum Schluss mit etwas Puderzucker bestäuben.

Tannenzapfen_dessert_selbstgemacht_essbar

Außerdem habe ich noch ein dekoratives Törtchen für den Festtisch, meine erste Eigenkreation… deshalb auch nicht ganz so perfekt. Natürlich ist alles schief gegangen, was nur schiefgehen konnte 😀  ..angefangen vom Blechkuchen, der an einem Eck wohl etwas weniger Teig hatte und somit etwas braun geworden ist (was soviel heißt wie, wegschneiden, da der Teig gerollt werden musste und im braunen Zustand leider bricht). Tja dann hab ich halt weniger zu rollen dachte ich, aber schlussendlich hat es nicht mal für meinen Springform Boden (26cm) gereicht! Also musste ich diesen auch noch kürzen…abenteuerlichst sag ich euch! Gerolltes „Innenleben“ auf Boden, und rund herum ausgeschnitten 😀 Kam mir vor wie beim Bastelunterricht! Zu guter Letzt ist auch noch der Fondant an einer Stelle aufgebrochen, war halt doch zu dünn gerollt…anyway, man konnte ihn essen, wer allerdings ein schnelleres/einfacheres Rezept sucht, schaut weiter unten, was es bei uns an Weihnachten geben wird!

Fondant_Weihnachtstorte_Illex

 

Der Teig ist ein eingefärbter und weihnachtlich gewürzter Biskuit-Teig, welchen ich euch in meiner „Baking Basics“ Serie schon einmal vorgestellt habe. Die Farbe bekommt er durch rote Lebensmittelfarbe von Wilton. Diesmal hab ich richtig richtig viel für die Menge gebraucht, wer die Farbe ebenso kräftig möchte, wie bei meinem Exemplar benötigt also fast ein Döschen der Wilton Farbe (ps: Dr. Oetker Farbe aus der Tube würde ich hier nicht empfehlen, da sie den Teig meist verflüssigt. Sie ist eher zu Deko Zwecken geeignet). Zum Glück hatte ich noch eine Dose in Reserve, da ich ja noch den Fondant für die „Beeren“ einfärben musste 😉

Die Blätter sind zwar leider keine Original Ilex Blätter (Stechpalme) Formen, aber ich fands trotzdem ganz schön. Da ich die Ilex Form zu Weihnachten sehr liebe, muss ich mir wohl doch einmal die passenden Stempel dafür kaufen, vielleicht werde ich ja im Xmas Sale fündig. Empfehlungen?

christmas_cake_red_velvet

So nun aber zurück zur Torte. Den Biskuit Teig habe ich in doppelter Menge gemacht, da man für die Torte ein Blech und auch noch eine Springform (20cm ist wohl besser) benötigt. Der Teig vom Blech wird in vier Streifen geschnitten (lange Kante). Den Teig der Springform einmal in der Höhe teilen, sodass ihr quasi Boden und „Deckel“ für die Torte habt.

Biskuit Teig Rezept mit Lebkuchengewürz und Zimt nach belieben würzen.

Die Füllung ist ebenfalls mit Lebkuchengewürz aufgepeppt und sollte möglichst kühl und standfest sein, damit sie beim einrollen des Teiges nicht so verläuft. Ich nehme dafür keine Gelatine sondern SanApart.

Für die Füllung:

2 Becher Sahne
500g Quark
150 g Zucker
SanApart

Die Sahne mit 1 EL Zucker und San Apart aufschlagen und in einer zweiten Schüssel den Quark mit dem Zucker verrühren. Zum Schluss die Sahne gut unterheben.

Die Streifen des Blechkuchens jeweils mit etwa 1cm Creme bestreichen. Den ersten Streifen komplett einrollen und dann auf den nächsten Streifen setzen und diesen aufrollen, sodass die Rolle im Umfang immer breiter werdet. Das ist manchmal ein bisschen eine batzig 😉 lohnt sich aber, da die Teig-Füllung-Streifen nachher vertikal in der Torte zu sehen sind, denn die fertige Rolle wird dann auf den Springform Boden (mit ebenfalls etwas Creme bestrichen) senkrecht drauf gestellt. Beim anschneiden des Kuchens hat man so eine tolle Streifenoptik. Warum die nicht ganz so dolle auf meinen Fotos zu sehen ist, lest ihr weiter unten…

Red_Velvet_Weihnachtstorte_Kuchen_Weihnachten

 

Den Fondant habe ich sehr dünn ausgerollt, sonst wirds schwierig mit dem schneiden. Hierzu empfehle ich sowieso für diesen Kuchen ein sehr scharfes glattes Messer, evtl. vorher in heißes Wasser getaucht. Ich hatte für meinen leider ein etwas gezacktes Messer genommen. Zwischen Tür und Angel noch schnell Fotos machen bevor die Verwandtschaft auftaucht bzw. abzuholen war, da denkt man an das Messer am wenigsten, tja ihr seht, auch wir Blogger haben kein perfektes Leben 😉 …dadurch ist der Teig bröselig abgeschnitten gewesen und somit die Streifenoptik nicht ganz so schön sichtbar 🙁 Sie sollte rot-weiß gestreift ein weihnachtliches Bild abgeben…

Aus dem restlichen Fondant habe ich dann noch die Blätter und Beeren bzw. die „Perlenkette“ geformt. Etwas Puderzucker über die Blätter und fertig!

Ich hoffe euch gefallen diese zwei Vorschläge, wenn sie auch etwas aufwendiger sind. Dafür sind sie sehr besonders und an Weihnachten finde ich, darf es schon mal etwas besonderes sein oder? Ihr könnt euch zwar denken, den Kuchen gibt es nun nicht an Weihnachten, sonst hätte ich Ihn noch nicht jetzt gemacht. Bei uns gab es ihn schon Ende November zum 1. Advent, als Geburtstagskuchen für meinen Papa. 😉

Am 1. Weihnachtsfeiertag wird es bei uns dann traditionell den Buche de Noel geben. Den habe ich euch letztes Jahr schon HIER vorgestellt, nach einem Rezept von Enie van de Meiklokjes aus ihrer Sendung Enie backt! So lecker sage ich euch! Selbst meine Mom als Tortenspezialistin möchte, dass ich ihn für uns an Weihnachten backe. Das will was heißen! 😉

Was gibt es denn bei euch traditionell so an Weihnachten? Auch Hauptgänge würden mich mal interessieren!

Und nicht vergessen, auch bei der lieben Yvonne bei Thebeautyofoz.com vorbei zu schauen, sie hat sich heute ebenfalls Mühe für unseren letzten Countdown to Christmas Post gegeben. An dieser Stelle noch mal vielen lieben Dank an dich Yvonne für diese tolle gemeinsame Aktion!

Ich wünsche euch schon einmal FROHE WEIHNACHTEN! Auch wenn wir uns bestimmt noch mal lesen 😉

Alles liebe und feiert schön!

Liz